Phoenix Contact: Sensor-/Aktor-Verkabelung und Steckverbinder 2017/18

Schraubanschluss Der Schraubanschluss ist die universellste und weltweit akzeptierte Leiteran- schlusstechnik. Wesentliches Kennzeichen ist der wartungsfreie Leiterkontakt. Ein Nachziehen der Anschlussschraube ist nicht erforderlich. Kupferleiter aller Art können ohne Vor- behandlung geklemmt werden und sind da- mit gasdicht und dauerhaft kontaktiert. Zwischen Schraube und Leiter ist der so- genannte Drahtschutz, der die einzelnen Litzen vor Beschädigung schützt. Der Drahtschutz dient auch gleichzeitig als Schraubensicherung gegen Lösen bei Vibra- tion und Temperaturschwankungen. Der Einsatz eines Spleißschutzes in Form von Aderendhülsen ist möglich. Beim Schraubanschluss dürfen auch meh- rere Leiter unter eine Schraube geklemmt werden. Die stromleitenden Teile der Schrauban- schlüsse bestehen aus hochwertigen, span- nungsriss- und korrosionssicheren Kupferle- gierungen. Crimpanschluss Der Crimpanschluss überzeugt durch sei- nen geringen Platzbedarf und seine günstige Herstellung in der Serienfertigung. Eine wichtige Voraussetzung für einen zuverlässi- gen Anschluss ist, dass der Aderquerschnitt, der Crimpkontakt und das Crimpwerkzeug aufeinander abgestimmt sind. Da die Crimpwerkzeuge einem gewissen Ver- schleiß unterliegen, ist bei großen Serien der Crimpprozess zu überwachen. Crimpverbindungen lassen sich mit Hilfe von Crimpzangen oder Crimpmaschinen durch gezielte Verformung des Crimpbe- reichs des Kontakts erzielen. Die Anforderungen an Crimpverbindun- gen sind in der DIN EN 60352-2 festgelegt. Merkmale für die Qualität einer Crimpver- bindung sind die erreichte Zugfestigkeit des Anschlusses und eine rissfreie Verformung des Crimpkontakts. Crimpkontakte dürfen sich durch das Crimpen auch nicht in unzu- lässiger Weise längen, weil sie sonst im Kon- taktträger nicht mehr richtig verrasten. Das Lösen des Kontakts erfolgt mit Hilfe eines Entriegelungswerkzeugs. Für sehr dünne Leiter gibt es auch Montagehilfen. Axialschraubanschluss Bei dieser Technik wird das zu kontaktie- rende Aderende in den Anschlussbereich des Stift- oder Buchsenkontakts geführt. Ein kegelförmiger Dorn (Bestandteil des Kontakts) wird anschließend von vorn in die flexible Ader geschraubt. Die Litzen der Ader werden dabei radial gegen die Kon- taktwand gepresst. Dadurch entsteht eine gasdichte und langzeitstabile Verbindung zwischen Ader und Kontakt. Eine wichtige Voraussetzung ist dabei die Einhaltung des vorgeschriebenen Anzugsdrehmoments. Das Einpressen des Dorns erfolgt mit Hil- fe eines Sechskantschlüssels, der an der Frontseite des Kontakts angesetzt wird. Diese Anschlusstechnik vereint die Vorzüge der Schraub- und Crimpverbindung. Der Axialschraubanschluss erfordert ei- nen sehr geringen Platzbedarf, ist einfach in der Handhabung und erfordert lediglich ei- nen handelsüblichen Inbusschlüssel. 4 PHOENIX CONTACT Sensor-/Aktor-Verkabelung und Steckverbinder Anschlusstechnik von Phoenix Contact

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