Phoenix Contact: Interface-Technik und Schaltgeraete 2017/18

Eingang Maximales Eingangssignal Das maximale Eingangssignal beschreibt den Wert, bei dem am Modul und am Signal- geber noch keine Schäden auftreten. Wer- den diese Werte überschritten, können Suppressordioden auslösen, die aufgrund einer erkannten Überspannung diesen Ein- gang kurzschließen. Der Übertragungsbe- reich der Analogsignale befindet sich nur in- nerhalb der angegebenen Eingangsbereiche. Eingangswiderstand Der Eingangswiderstand eines Trennver- stärkers oder Messumformers ist so dimen- sioniert, dass das Eingangssignal nur gering- fügig belastet wird. Das bedeutet für Stromeingänge einen niederohmigen Ein- gang und für Spannungseingänge einen hochohmigen Eingang. Spannungsfall Bei Passivtrennern resultiert der Ein- gangsspannungsfall vom Spannungsfall der zu treibenden Bürde und vom Eigenbedarf des Moduls. Je größer der Eigenbedarf des Passivtrenners ist, desto kleiner darf die zu treibende Ausgangsbürde sein. Ein geringer Eigenbedarf ist das Qualitätsmerkmal eines Geräts. Gleichtaktunterdrückung Bei Trennverstärkern werden intern zur Übertragung Operationsverstärker einge- setzt. Operationsverstärker haben rein rechnerisch ein ideales Übertragungs- und Verstärkungsverhalten. In der Praxis ist die- ses allerdings anders. Bei einer gleichsinni- gen Änderung beider Eingangsspannungen, d. h. an beiden Eingangsklemmen wird eine exakt gleiche massebezogene Spannung an- geschlossen, führt dies zu einem ungewoll- ten Ausgangssignal. Theoretisch dürfte bei einem idealen Operationsverstärker kein Ausgangssignal erscheinen, da das Eingangs- differenzsignal „0 V“ entspricht. Die Gleichtaktunterdrückung gibt an, um wel- chen Faktor (in dB) die an beiden Eingängen gemeinsame Eingangsspannung geringer verstärkt wird als eine Spannungsdifferenz zwischen beiden Eingängen. Analogausgang Maximales Ausgangssignal Bei einem ungestörten Betrieb der Gerä- te können bei Übersteuerung im Eingang keine größeren Werte als am Ausgang anlie- gen. Abgleich Zero / Span Bei der Einstellung des Zero-„Null“- Punkts wird der Nullpunkt eines analogen Ausgangs im Verhältnis zum Eingangssignal verstellt und festgelegt. Bei der Einstellung des Spans „Verstär- kung“ wird der analoge Ausgang im Verhält- nis zum Eingangssignal verstellt. Hierbei wird die Ausgangskennlinie um einen Ver- stärkungsfaktor erhöht oder erniedrigt. Bürde Die ausgangsseitige Bürde ist ein Maß für die Belastbarkeit eines Messumformers oder Trennverstärkers. Stromausgänge kön- nen maximal 500  treiben. Spannungsaus- gänge sind minimal bis 10 k  belastbar. Restwelligkeit / Ripple Durch eine schaltungsbedingte Signalauf- bereitung kann auf dem Ausgangssignal eine überlagerte Welligkeit entstehen. Die Rest- welligkeit wird in mV SS oder mV eff angege- ben. Drahtbruchverhalten Bei einigen Messumformern wird das Ein- gangssignal permanent auf einen eventuellen Drahtbruch in der Signalleitung überwacht. Über- oder unterschreitet das Signal eine Toleranzgrenze wird ein Drahtbruch er- kannt und ein definiertes Ausgangssignal ausgegeben. Bei programmierbaren Gerä- ten wird das Ausgangssignal frei gewählt. Digitalausgang Relais Bei zahlreichen im Katalog abgedruckten Produkten mit Relaisausgang wird hartver- goldetes Relaiskontaktmaterial verwendet. Wichtig für eine Nutzung dieses Kontakt- materials ist der verwendete Spannungsbe- reich. Werden Spannungsbereiche bis 30 V AC/36 V DC verwendet, können bis 50 mA geschaltet werden. Auch sehr kleine Ströme werden einwandfrei übertragen. Wird der zuvor benannte Spannungsbereich überschritten und Werte von 250 VAC/DC verarbeitet, dürfen Ströme bis zu 2 A flie- ßen. Eine anschließende Übertragung von kleinen Strömen ist dann allerdings nicht mehr gewährleistet. Transistor Ein PNP-Transistorschaltausgang dient zur Übertragung von 24 V DC-Schaltsigna- len bis ca. 100 mA. Allgemeine Daten Versorgungsspannung Je nach Produkt werden im Sortiment Gleich- und Wechselspannungsversorgun- gen angeboten. Als Standardenergieversor- gung steht eine 24-V-DC-Variante zur Ver- fügung, die in dem Spannungsbereich 20 bis 30 V DC arbeitet. Abweichende Versor- gungsspannungen können Sie den techni- schen Daten entnehmen. Stromaufnahme Der hier angegebene Wert beschreibt den Eigenverbrauch der Geräte. Hinzu kommt noch der Ausgangsstrom und falls vorhanden die Belastung des Schaltaus- gangs. Übertragungsfehler Die Übertragungsgenauigkeit ist ein Maß für die Güte eines Messumformers. Sie ist die Abweichung von der idealen Übertra- gungskennlinie und schließt Linearitäts-, Span- und Offset-Fehler ein. Nicht-Linearität Nicht-Linearität ist die Abweichung von der idealen Übertragungsgenauigkeit ohne Span- und Offset-Fehler. Mit der Nicht-Linearität eines Signals kann eine Beurteilung des Verlaufs vom Nullpunkt bis zum Endpunkt durchgeführt werden. Standardmäßig werden Linearitäts- fehler angegeben, die eine Abweichung von der idealen Übertragungskennlinie in Pro- zent beschreiben. 62 PHOENIX CONTACT Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik Grundlagen

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