Phoenix Contact: Interface-Technik und Schaltgeraete 2017/18
12 PHOENIX CONTACT Elektronische Schaltgeräte und Motorsteuerung Motormanagement Elektronisches Motormanagement EMM Die elektronischen Motormanagement- module bieten alle Vorteile einer modernen Wirkleistungsüberwachung. Die Mess- und Auswerteelektronik für alle Leistungsklassen. Das EMM bietet glei- che Funktionalitäten für alle Leistungsklas- sen, allerdings ohne Leistungsteil. Power in Grenzen Überwachung durch frei parametrierbare Schalt- und Meldeschwellen zur Über- und Unterlasterkennung. Die Schwellen sind für beide Drehrichtungen identisch oder sepa- rat einstellbar. Für die Parametrierung wird die aufgenommene Wirkleistung, berechnet aus drei Strömen, Spannungen und dem Phasenwinkel, herangezogen. Die Paramet- rierung bietet damit, unabhängig von Span- nungsschwankungen und Belastung der An- triebsmaschine, eine wesentlich präzisere Grundlage als die reine Strombetrachtung. Bei Über- bzw. Unterschreitung einer Schaltschwelle wird sofort oder mit einer einstellbaren „Delay Time“ verzögert, eine Notabschaltung des Motors veranlasst. Zu- sätzlich wird eine Meldung über einen Aus- gang geliefert. Dieser Zustand kann nur über einen defi- nierten Reset deaktiviert werden. Wird eine Wirkleistungsaufnahme ermittelt, die ober- oder unterhalb der Meldeschwellen liegt, wird über die Dauer der Modulansteu- erung lediglich eine Rückmeldung abgesetzt. Zusätzlich werden vom Modul Signale zur Drehrichtungserkennung generiert. Unsym- metrien und Phasenausfälle werden erkannt und signalisiert. Eine kontinuierliche Zustandsüberwa- chung mit hohen Abtastraten und der schnelle Halbleiterschalter ermöglichen ei- nen kompletten Anlagenschutz inkl. Motor- schutz. Ohne weiteren Verdrahtungsaufwand werden - mit nur einem einzigen Gerät - Pumpen, Stellantriebe, Lüfter und Werkzeu- ge auf Funktion, Verschmutzung (Filter o.a.) und Verschleiß überwacht. Über die ein- stellbare „Inrush Suppression"-Zeit wird der Einschaltvorgang aus der Überwachung aus- geblendet. Interface-System Das Interface-System (IFS) besteht aus Teilnehmern, die über den Tragschienen- Busverbinder miteinander verbunden wer- den können. Ein Gateway mit bis zu 32 IFS- Teilnehmern bildet den Kopf des Interface- Systems. Die Station wird vom Gateway verwaltet. Interface-Systemeigenschaften: – Nutzung des Interface-Systems über den Tragschienen-Busverbinder für Paramet- rierung, Diagnose und Austausch von Da- ten untereinander – Kompatibel zum definierten IFS-Zubehör – 24 V-Versorgung der Teilnehmer (z. B. EMM...IFS, ELR...IFS, EM-GATEWAY-IFS) über den Tragschienen-Busverbinder
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