ILME: Mehrpolige Steckverbinder für industrielle Anwendung

556 Grenzstromkurven Die zulässige Strombelastung in den Steckverbindern ist variabel. Sie wird durch die Steigerung der Polzahl und der Umgebungstemperatur gesenkt und hängt von den thermischen Eigenschaften, den verwendeten Materialien für Kontakte und Isolierung sowie von dem eingesetzten Steckverbinder ab. Die zulässige Strombelastung wird aus den Grenzstromkurven abgeleitet, die nach Norm IEC 60512-3 für gleichzeitige Strombelastung auf allen Polen festgelegt sind. Die Grenzstromkurven drücken Werte aus, die die Höchsttemperaturgrenze der Materialien angeben. Die Wahl des Betriebsstroms für die jeweiligen Kontakteinsätze muß innerhalb des zugelassenen Betriebsbereiches der oben genannten Kurven liegen. Der Einsatz von Steckverbindern an der Grenze ihrer Belastbarkeit ist nicht ratsam, denn dadurch kommt es zu einer Herabsetzung der Basiskurve. Die Reduzierung des Belastungsstroms auf 80% bestimmt die Korrekturkurve, die die max. zugelassenen Kontaktwiderstände sowie Ungenauigkeiten bei der Temperaturmessung genügend berücksichtigt. Die Korrekturkurve stellt nach Norm IEC 60512-3 die endgültige Grenzstromkurve (Belastungskurve) dar. Sie berücksichtigt daher auch die Unterschiede unter den verschiedenen Steckverbindern sowie Fehler in der Temperaturmessung. Alle folgenden Grenzstromkurven enthalten schon die Korrekturen. Zeichenerkärung: Max. Strombelastung (A): Wert, der auf der Grenzstromkurve am Schnittpunkt zwischen Grenzstromkurve und der maximal zulässigen Materialtemperatur zu sehen ist. Max. Materialtemperatur: Dieser Wert ist durch die Eigenschaften der jeweils verwendeten Materialien vorgegeben. Die Summe der Umgebungstemperatur und des Temperaturanstiegs ∆ T infolge des Stromdurchgangs darf die obere Materialtemperaturgrenze nicht überschreiten. Umgebungstemperaturgrenze: Die Umgebungsbedingungen dürfen diesen Wert nicht überschreiten. Wenn die Umgebungstemperatur schon vorliegt, bestimmt sie die maximale Strombelastung, andernfalls kann sie aus der Grenzstromkurve abgeleitet werden. Basiskurve: Mehrzahl von Strom- und Temperaturwerten, die den Laborprüfungen entnommen sind und durch die Verbindereigenschaften (Polzahl, Bauform, thermische Leitfähigkeit usw.) sowie von dem Querschnitt des eingesetzten Leiters beeinflußt werden. Belastungskurve (Grenzstromkurve): Entspricht der Basiskurve unter Berücksichtigung des Sicherkeitsfaktors (0,8). ∆T (Temperaturerhöhung): Temperaturanstieg durch gleichzeitige Strombelastung auf allen Polen eines Steckverbinders; ∆ T ist die Differenz zwischen der oberen Materialtemperaturgrenze und der Umgebungstemperatur auf der Grenzstromkurve. Allgemeines Kurven Serie CK und CKD Serie CKS 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 0 0 5 10 30 20 0,75 mm 2 1,0 mm 2 1,5 mm 2 2,5 mm 2 25 15 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 0 0 5 10 30 20 0,75 mm 2 1,0 mm 2 1,5 mm 2 2,5 mm 2 15 25 Umgebungstemperatur ( ° C) Betriebsstrom (A) Umgebungstemperatur ( ° C) Betriebsstrom (A) Diagramm CK und CKD 03 polig Diagramm CK und CKD 04 polig 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 0 0 5 10 30 20 1,0 mm 2 1,5 mm 2 2,5 mm 2 15 25 120 130 Umgebungstemperatur ( ° C) Betriebsstrom (A) Diagramm CKS 03 polig 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 0 0 5 10 30 20 1,0 mm 2 1,5 mm 2 2,5 mm 2 15 25 120 130 Umgebungstemperatur ( ° C) Betriebsstrom (A) Diagramm CKS 04 polig Grenzstromkurven T I (A) 0,8 x I n Umgebungs- temperatur- grenze Materialtemperaturgrenze Umgebungstemperatur (°C) zulässiger Temperatur- bereich I n (Basiskurve) Grenzstromkurve max. Strombelastung (A) 0,8 x I n MEHRPOLIGE STECKVERBINDER ❱ Grenzstromkurven für Kontakteinsätze ❱ CN i

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