ebmpapst: Kompaktlüfter für Gleich- und Wechselspannung

14 2016-01 Lüfterauswahl 3. Erforderlicher Kühlluftstrom • Bilden Sie zur näherungsweisen Bestimmung des benötigten Kühlluft- stromes im untenstehenden Diagramm horizontal von der Ver- lustleistung eine Gerade – bis zum Schnittpunkt mit der Geraden des gewählten Δ T-Wertes. • Senkrecht unter diesem Schnittpunkt finden Sie den notwendigen Kühl- luftstrom. Dem Diagramm liegt folgende Formel zugrunde: 4. Der optimale Betriebsbereich Ihr gesuchter Lüfter muss neben dem ermittelten Kühlluftstrom noch eine statische Druckerhöhung Δ pf aufbringen, um den Kühlluftstrom durch das Gerät treiben zu können. Wählen Sie deshalb einen Lüfter, der die geforderte Luftleistung innerhalb seines optimalen Betriebsbereiches erbringt (siehe Luftleistungskennlinien in den technischen Daten). 5. Auswahl bei Alternativen Erfüllen mehrere Lüfter Ihre Anforderungen, entscheiden Geräuschent- wicklung, Platzbedarf, Wirtschaftlichkeit und Umgebungsbedingungen über den auszuwählenden Typ. 1. Verlustleistung Elektrische und elektronische Bauteile setzen einen großen Teil der zu- geführten Energie in Wärme um, die von Lüftern abgeführt werden muss. Für die Lüfterauswahl sollten Sie deshalb wissen, wie hoch diese Ver- lustleistung ist. Oft genügt es, hier die elektrische Anschlussleistung des zu kühlenden Gerätes einzusetzen. 2. Zulässige Temperaturerhöhung Der notwendige Volumenstrom, den Ihr gesuchter Lüfter fördern muss, wird bestimmt durch die Verlustleistung und die zulässige Aufheizung ( Δ T) des Kühlluftstromes (vom Eintritt bis zum Austritt des zu kühlenden Gerätes). Wie hoch Δ T sein darf, hängt stark von der Temperatur- empfindlichkeit einzelner Gerätebauteile ab. Δ T = 5 K bedeutet z.B., dass sich der mittlere Kühlluftstrom bei Austritt aus dem zu kühlenden Gerät nur um 5°C gegenüber der Umgebungs- temperatur erwärmen darf. Dazu ist viel Luft notwendig. Wenn die Temperaturdifferenz größer sein darf (z.B. Δ T = 20 K), ist ein kleinerer Volumenstrom ausreichend. Erklärungen q V = P V C PL . L ρ = abzuführende Verlustleistung in [W] T . Δ P = abzuführende Verlustleistung in [W] PL = spez. Wärmekapazität von Luft in [J/kg/K] PL = 1010 [J/kg/K] C C V = abzuführende Verlustleistung in [W] L = Dichte der Luft in [kg/m ] L = 1,2 kg/m Δ T = T -T Temperaturdifferenz in [K] zwischen Eintritt und Austritt ρ ρ 1 2 3 3

RkJQdWJsaXNoZXIy Mjg1MjI=