Chauvin Arnoux: Messen & Prüfen

3 FIRMENGESCHICHTE und dem Gelb der damals verwendeten Werkstoffe bei Chauvin Arnoux für seine Messgeräte durchgesetzt. Zwischen 1900 und 1936 entwickeln sich die Technik und die Materialbearbeitung sehr schnell, aber das Gelb des Messings und das Schwarz des Bakelits finden sich bei praktisch allen Instrumenten der Elektrotechnik wieder. Chauvin Arnoux war schon damals für sein «Design» bekannt und benutzte 1927 die von seinen Messgeräten vertraute Farbkombination Schwarz-Gelb für sein erstes Firmensymbol. In den 40er Jahren sind dieMessgeräte fast ausschließlich schwarz, oder auch schwarz und silbergrau wegen der Oberflächen aus Eisenmetall, die zum Teil auch so lackiert wurden. Chauvin Arnoux passt das Erscheinungsbild seiner Geräte an die damalige Mode an, die auch gewisse Sicherheitskriterien, die Langlebigkeit der Geräte und die Gewichtseinsparung bei den damals verwendeten Metallen und Herstellungsverfahren unterstützte. In den 50er Jahren tauchen zum ersten mal Gummiwerkstoffe auf, zunächst als Auflagefüße für tragbare Geräte und später als Stoßschutzhüllen aus schwarzem Neopren, die als erste von Metrix® und Chauvin Arnoux im Jahr 1958 entwickelt wurden (mit Patentanmeldung). Gerade bei den tragbaren Instrumenten nehmen diese Stoßschutzhüllen enorm zu. In den Jahren 1970 tritt die Kunststofftechnik auf den Plan. Chauvin Arnoux bringt damals sein erstes innovatives Produkt in gelb-schwarzem Kunststoff auf den Markt: den Spannungsprüfer CdA 8 von 1978, danach die Vielfachmesszange CdA 600 von 1982 und die anderen Geräte dieser Serie. Auch einige Erdungsprüfer, wie der Terca von 1985 und die Prowatt-Leistungsmesser von 1989 kommen in gelben Kunststoffgehäusen auf den Markt. Die Farbkombination schwarz-gelb wird vielfach für feld- und baustellentaugliche Geräte verwendet weil sie optisch auffällig ist und den Sicherheitsabsperrungen auf Baustellen entspricht. Nicht zuletzt deswegen erscheinen die in Europa und später auch in den USA anerkannten Geräteserien IMEG 500 und ISOL 1000 in den inzwischen eingeführten Unternehmensfarben schwarz-gelb. Die von Chauvin Arnoux kreierte Serie MAN’X 500 tritt als erstes elektrisches Multimeter in einem weichen Kunststoffgehäuse auf und festigt das optische Erscheinungsbild der Marke. Zur selben Zeit bringt Metrix die ersten Geräte in gelb und platinschwarzem Gehäuse heraus, zunächst 1988 die Serie MX 44 und danach die Serie MX 51. In den folgenden Jahren weitet Chauvin Arnoux diese Farbgebung auf die gesamte Produktpalette aus: Multimeter, Wattmeter, Megohmmeter und andere Anlagenprüfer kleiden sich serienmäßig in die Unternehmensfarben schwarz-gelb. Zum Schluss noch eine Anmerkung zu den Farben: Gelb gilt auf der ganzen Welt als die Farbe der Sonne und wird oft mit Königen und Kaisern Asiens assoziiert. Weniger bekannt ist, dass die Farbe Schwarz in der Physik für den so genannten «schwarzen Körper» steht, d.h. einen Körper der sämtliche auftreffenden Lichtstrahlen absorbiert. Schwarz-Gelb? Eine geschichtsträchtige Farbkombination für Chauvin Arnoux, die das Unternehmen bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts begleitet und sich seit 1927 im Firmenlogo etabliert hat. Axel Arnoux MX51 Ob auf dem französischen Multimeter MICA von 1985 oder seiner Version ANAGRAF für den US-Markt, das Gelb von Chauvin Arnoux ist stets präsent.

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