Bernstein: Gesamtprogramm Sensortechnik

Beispiele Dielektrizitätskonstanten Glas 3 ... 14 Gummi 2,5 ... 3 Hartpapier 3,5 ... 6 Holz 2,5 ... 6,8 Marmor 8,4 ... 14 Mineralöl 2,15 Epoxydharz 3,3 ... 3,6 Petroleum 2,2 Plexiglas 3,6 Polyamid 3 ... 8 PVC 3,3 ... 4,1 Porzellan 4,2 ... 6,5 Teflon PTFE 2 Luft 1 Wasser 80,8 Papier (trocken) 2 Kapazitive Sensoren Wichtige Hinweise Kapazitive Sensoren können leitende und nicht leitende Materialien in massiver, flüssiger, körniger oder pulverförmiger Form detektieren. Es sind jedoch bestimmte Kriterien beim Einsatz zu beachten: Schaltabstand Die Bemessungsschaltabstände sind gemäß Vorgabe DIN EN 60947-5-2/98 angegeben und werkseitig eingestellt. Erolgt die Annäherung durch leitendes Material entsprechender Größe, so wird der größte Schaltabstand erreicht. Bei Annäherung durch nicht leitende Stoffen ist die sog. Dielektrizitätskonstante ε des zu detektierenden Materials von entscheidender Bedeutung. Mit ihr variieren die angegebenen Schaltabstände applikationsabhängig um einen bestimmten Faktor. Die nach Tabelle ermittelten Werte geben nur die zu erwartende Größenordnung der Ansprechempfindlichkeit an, da die spezifischen Eigenschaften des Betätigungsobjektes (Durchmesser, Dicke, Feuchtegehalt usw.) und das Umfeld (Erdungsverhalten) wesentlichen Einfluss auf den Ansprechabstandhaben. Durch Justage mittels eingebautem Potentiometer kann in den meisten Fällen ein Abgleich auf die Applikation geschaffen werden. Freizone Bei den nicht bündigen kapazitiven Sensoren muss um den Sensor eine Freizone geschaffen werden, in der sich kein beeinflussendes Material befinden darf. Die nicht bündigen kapazitiven Sensoren zeichnen sich durch geringe Empfindlichkeit gegen Verschmutzung oder Betauung aus. Die bündigen kapazitiven Sensoren sind konstruktionsbedingt besonders für die Abtastung von Dielektrika geeignet. Die erhöhte Empfindlichkeit kann sich jedoch nachteilig auf oben genannte parasitäre Effekte auswirken. Werden kapazitive Näherungsschalter gegenüberliegend oder nebeneinander montiert, ist bei Distanzen zwischen 2 x und 8 x Gehäusedurchmesser eine Erprobung im konkreten Anwendungs- fall sinnvoll. Durch die gegebene Einstell- möglichkeit ist jedoch fast immer eine Anpassung an die Applikation möglich. Varianz des Schaltabstands in Abhängigkeit von ε Applikationsbeschreibungen Eine besondere Anwendung des kapazitiven Näherungsschalters besteht darin, Füllstände in nicht metallischen Behältern von außen zu detektieren. Vorteil: Die Behälterwand muss für die Abtastung nicht durchbrochen werden. Das zu erfassende Medium kommt nicht mit dem Grenztaster in Berührung. Voraussetzung dafür ist, dass die Dielektrizitätskonstante und die Masse des abzutastenden Materials größer als die des Behälters ist. Die Ansprechempfindlichkeit des Näherungsschalters muss mit dem eingebauten Potentiometer so weit reduziert werden, dass der Grenztaster nicht auf die Behälterwand, sondern auf das zu erfassende Medium anspricht. Oben: Isolierglas-Fertigungslinien mit kapazitiven Sensoren von BERNSTEIN bestückt Weitere Einsatzgebiete sind nachfolgend illustriert. Füllstandsüberwachung in nicht metallischen Behältern Niveaukontrolle von Schüttgütern, z. B. Granulate, Futtermittel Stapelhöhenabtastung, z. B. Papier, Spanplatten Füllhöhenüberwachung in Lack- und Klebstoffbehältern Registrieren, Zählen, Sortieren oder Kontrollieren von Transportbändern Detektieren, Positionieren an Folgesteuerungen Detektion bei der Holzverarbeitung Bandriss-Meldung Füllstandskontrolle Kartonverpackungen 40

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