Bernstein: Gesamtprogramm Sensortechnik

Die Aktive Fläche eines kapazitiven Näherungsschalters ist eine Stelle, an der das elektrische Feld austritt. Bei Gewindehülsen oder zylinderförmigen glatten Bauformen befindet sich diese an der Stirnseite. Nicht zylinderförmige Grenztaster sind mit einem Symbol an der entsprechenden Fläche gekennzeichnet. Das Beeinflussen eines kapazitiven Näherungsschalters bedeutet, eine Änderung des Schaltzustandes durch das Einbringen eines zu erfassenden Mediums in das elektrische Feld herbeizuführen. Die Normmessplatte hat eine quadratische Form mit einer Dicke von 1 mm und besteht aus FE 360. Die Seitenlänge„a“ der quadratischen Messplatte entspricht dem Durchmesser des eingeschriebenen Kreises der aktiven Fläche. Ist der dreifache Bemessungsschaltabstand größer als der Durchmesser der aktiven Fläche, so ist dieser Wert für die Seitenlänge der Messplatte zu verwenden. Um vergleichbare Schaltabstände zu gewährleisten, ist die Messplatte zu erden. Der Schaltabstand rechteckiger, kapazitiver Näherungsschalter wird mit einer geerdeten Messplatte festgelegt, deren Größe gleich der Oberfläche der aktiven Seite des Grenztasters ist. Der Schaltabstand ist der Abstand des beeinflussenden Objektes zur aktiven Fläche, der zur Zustandsänderung der Ausgangsstufe führt. Der Bemessungsschaltabstand (s n ) ist eine Gerätekenngröße, bei der Einflüsse wie Toleranz, Temperatur und Spannungsänderungen nicht in Betracht kommen. Der Realschaltabstand (s r ) wird bei Bemessungsspannung und einer Umgebungstemperatur von 23 °C + / – 5 °C gemessen. Er liegt zwischen 90 % und 110 % des Bemessungsschaltabstandes. Die Messung des Nutzschaltabstandes (s u ) erfolgt innerhalb der zulässigen Temperatur- und Spannungsbereiche und liegt bei 80 % – 120 % des Realschaltabstandes. Der gesicherte Schaltabstand (s a ) (Arbeitsschaltabstand) ist der Abstand, der unter dem Einfluss von Temperatur-, Spannungs- sowie Toleranzgrößen sicher nutzbar ist. Er beträgt 0 % –72 % des Bemessungsschaltabstandes. Die Reproduzierbarkeit des Schaltabstan- des bezeichnet die Wiederholgenauigkeit des Realschaltabstandes von zwei aufeinanderfolgenden Schaltungen innerhalb einer Zeit von acht Stunden bei einer Umgebungstemperatur zwischen 18 °C und 28 °C und einer Versorgungsspannung, die max. 5 % von der Nennspannung abweichen darf. Die Differenz zweier beliebiger Messungen darf 10 % des Realschaltabstandes nicht überschreiten. Unter der Schalthysterese versteht sich die Differenz zwischen dem Einschaltpunkt bei Annäherung der Messplatte und dem Ausschaltpunkt bei deren Entfernung vom Näherungsschalter. Der Wert wird in Prozent vom Realschaltabstand angegeben. Die Messung der Schaltfrequenz erfolgt nach EN 60947-5-2. Die Normmessplatten mit der Seitenlänge„a“ werden in einem Abstand „2a“ auf einer wenig beeinflussenden Scheibe montiert und mit dem halben Bemessungsschaltabstand des an dem zu prüfenden Näherungsschalter vorbeigeführt. Wenn die Ein- oder Ausschaltzeit des Näherungsschalters 50 µs beträgt, ist die maximale Schaltfrequenz erreicht. Bei AC-Näherungsschaltern ist die maximale Schaltfrequenz erzielt, wenn die Ein- und Ausschaltzeit die Dauer einer Halbwelle der Versorgungsfrequenz beträgt. Der Temperaturbereich erstreckt sich nach DIN von –25 °C bis +70 °C. In diesem Bereich ist der sichere Betrieb gewährleistet. Schutzart Die Gehäuse sind, je nach Kennzeichnung, staub- und wasserdicht nach IP65 bzw. IP67 (DIN 40050). Anschlusskabel Standardmäßig liegt ein Anschlusskabel mit PVC-Isolation bei. Sonderausführungen mit Silikonmantel, Polyurethanmantel, strahlenvernetzter PVC- oder Teflon-Isolation sind ebenfalls lieferbar. Steckverbindung Beim elektronischen Grenztaster kommt heute der Steckverbindung und der fest angeschlossenen Leitung die gleiche Bedeutung zu. Die kapazitiven Näherungsschalter des BERNSTEIN Programms lassen sich mit einer Vielzahl von Steckanschluss-Varianten ausrüsten. Dieser Katalog führt standardmäßig fast alle Grenztaster-Bauformen auch in einer Steckerversion. Standards/Normen Alle Sensoren nach EN 60947-5-2 39

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